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The conscious look — Serienüberblick
Zentrale These: Die Karte ist nicht das Territorium. Jeder Bezugsrahmen, durch den wir die Welt verstehen — wissenschaftliche Modelle, politische Ideologien, moralische Rahmen, kulturelle Erzählungen, Selbstbilder — ist eine unvollständige Darstellung einer Wirklichkeit, die stets komplexer ist, als der Rahmen erfasst. Die Praxis, zu der diese Serie einlädt, ist die Bewusste Betrachtung: sich der Diskrepanz zwischen Karte und Territorium bewusst zu bleiben, und zwar in jedem Bereich, in dem man Überzeugungen vertritt, Entscheidungen trifft oder mit Menschen umgeht, deren Karten anders aussehen.
Aufbau: 74 Artikel, verteilt auf zehn Säulen.
- Grundlagen — zentrale Thesen und Bezugsrahmen
- Geist und Wahrnehmung — Wahrnehmung als konstruiertes Modell, nicht als unmittelbarer Zugang
- Sprache und Kommunikation — wie Worte und Kategorien prägen, was sich sehen und denken lässt
- Wissenschaft und Erkenntnis — wie wissenschaftliche Modelle entstehen, geprüft werden und scheitern
- Philosophie — Wirklichkeit, Bewusstsein, die Grenzen des Wissens
- Lernen und Intelligenz — Menschen und KI als Modellbauer
- Komplexität und Werte — kompliziert gegenüber komplex; Werte als Modelle
- Politik und Gesellschaft — der Bezugsrahmen angewandt auf strittige Gegenwartsfragen (Ideologie, moralische Grundlagen, Klima, Migration)
- Vertiefungsartikel — die philosophisch anspruchsvollsten und persönlichsten Beiträge (bayessches Schließen, verkörperte Kognition)
- Schluss — die Bewusste Betrachtung als fortlaufende Praxis
Geistige Quellen, die in den Projektunterlagen genannt werden: Kahneman und Tversky (kognitive Psychologie), Haidt (Moralpsychologie), Sowell und Hayek (politische Philosophie), Popper und Kuhn (Wissenschaftsphilosophie) — dazu der eigene Hintergrund des Autors als Physiker und Produktmanager in der Softwarebranche.
Veröffentlichungsplan:
- Takt: ein Artikel pro Woche, alle frei zugänglich
- Gesamtumfang: 74 Artikel
- Dauer bei einem Artikel pro Woche: etwa 18 Monate vom ersten bis zum letzten Beitrag
Ein Hinweis auf das, was danach kommt: Die Projektunterlagen enthalten auch Planungsmaterial für eine zweite Serie, Die institutionelle Wende, die den Bezugsrahmen vom Individuum auf die institutionelle Erkenntnistheorie ausweitet (geschätzt 48–55 Artikel, 12–15 Monate). Diese Serie befindet sich noch in der Planungsphase und schließt an die erste an; sie ist daher nicht Teil des oben genannten 18-Monats-Zeitplans.